Athen: Regierung schließt illegale Moscheen – Verlust des Aufenthaltsrechts für die Betreiber

vor 5 Monaten

Athen: Regierung schließt illegale Moscheen – Verlust des Aufenthaltsrechts für die Betreiber
Bildquelle: Tichys Einblick

Früher gab es angeblich 100 Moscheen in Athen, die ohne Erlaubnis und heimlich operierten. Eine neuere Zahl ist 60. Vor einigen Jahren hatte man begonnen, den Wildwuchs der islamischen Kultstätten in Athen zu lichten, zunächst indem man sich einen Überblick verschaffte. Man, das war der nationale Nachrichtendienst und bestimmte Dienste der Polizei. Es gab eine intensive Aktivität des Islamischen Staates in vielen der Moscheen.

Vor wenigen Tagen hat der griechische Migrationsminister Thanos Plevris eine Operation „Kehrbesen“ angekündigt, mit der alle illegal in Athen bestehenden Moscheen aufgespürt und geschlossen werden sollen. Parallel sollen auch jene Ausländer, die für den illegalen Betrieb verantwortlich sind, ausgewiesen werden.

Auslöser war der Fall eines Pseudo-Imams aus Bangladesch gewesen, der eine illegale Moschee im Nordathener Stadtteil Agios Nikolaos betrieb. Als der Fall bekannt wurde, verlangte der Minister unmittelbar die Anwendung einer relativ neuen Gesetzesbestimmung, der zufolge es in allen solchen Fällen nicht bei strafrechtlichen Folgen bleiben sollte, sondern auch aufenthaltsrechtliche Konsequenzen zu ziehen seien. Im Klartext: Der Pseudo-Imam soll umgehend abgeschoben werden. Nicht einmal eine Frist zur freiwilligen Ausreise ist ihm gesetzt worden.

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