„Da hab ich erst mal zwei- oder drei- oder viermal geschluckt, weil tatsächlich ist für mich ja nicht neu, dass sich jemand daran stört, was ich tue.“ Im Interview mit NIUS Live hat Podcaster Ben Berndt eindrücklich geschildert, was das Schreiben, mit dem die Landesanstalt für Medien ihn einschüchtern will, in ihm ausgelöst hat.
„Was neu war, ist, dass der Staat das so explizit macht“, erklärt Berndt. Er sieht darin nicht nur einen einzelnen Verwaltungsvorgang, sondern ein Signal des Staates gegen freie Gesprächsformate. „Für mich ist das im Wesentlichen der Staat, der da spricht, in Form von verschiedenen Organen, Personen und Ausprägungen.“
Hintergrund: Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen hat ein millionenfach gesehenes Interview Berndts mit dem AfD-Politiker Björn Höcke im Podcast „Ben Ungeskriptet“ beanstandet. Die Behörde kritisiert eine darin enthaltene Passage und fordert von Berndt, entsprechende Aussagen nachträglich einzuordnen. Außerdem soll er seine Angebote auf journalistische Sorgfalt überprüfen.
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