Die Trauer hat das Lager gewechselt. In den vergangenen Wochen hatten die Familien iranischer Demonstranten zahlreiche ungerechtfertigte Opfer zu beklagen. Die Bilder wurden über Starlink und X aus dem Land herausgeschmuggelt: dutzende Leichensäcke auf den Straßen, die Angehörigen darum herum. Nun sind es staatlich angestellte Nachrichtensprecher und Politiker, die öffentlich den Tod des obersten Führers Ali Chamenei beweinen.
Von anderen wurde der Tod Chameneis mit Genugtuung begrüßt und als gerechtfertigt betrachtet. Sicher hatte der Revolutionsführer Tausende und Abertausende seiner Landsleute auf dem Gewissen, von den Opfern des iranisch finanzierten Terrors im Ausland ganz zu schweigen. Daneben bleibt die Frage, ob es eine gerechtfertigte Tötung gibt, am Ende gar noch mit Drohnen, die ihre Opfer mit tausend Klingen zerschneiden, wie Fernseh-Kommentatoren hierzulande ausmalten. Man kann nur sagen, dass die Tötung des iranischen Anführers geschehen ist.
Chamenei ist damit Geschichte, und die Rede ist von der Dummheit des Iraners, der an seinem gewöhnlichen Aufenthaltsort verblieb, obwohl er wissen konnte, dass derselbe perfekt ausspioniert worden war. CIA und Mossad wussten sogar, dass sich Chamenei am Samstagmorgen einem Treffen hochrangiger Regierungsbeamten im eigenen Kommandokomplex vorsitzen würde. Mit 30 bunkerbrechenden Bomben zerstörten israelische Kampfjets den Gebäudekomplex. Dabei kamen neben Chamenei zahlreiche Regierungsbeamte um, außerdem die Tochter Chameneis, sein Schwiegersohn und seine Enkelin ums Leben.
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