Die Luft wird enger für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner: Nachdem der Tagesspiegel vor Gericht gegen die Senatskanzlei gewann und öffentlich machen konnte, dass Wegner der Öffentlichkeit zu seinem Arbeitsverhalten während des Blackouts Anfang Januar die Unwahrheit gesagt hatte – noch viel umfangreicher als bisher bekannt – steht der CDU-Politiker erneut massiv in der Kritik.
Auch in der eigenen Partei kippt die Stimmung, die ohnehin nicht gut war, jetzt offenbar weiter gegen Wegner. Wie die Welt berichtet, kommen die Bezirks-Vorsitzenden der CDU in Berlin noch am Freitagabend zu einer Sondersitzung in der Landesgeschäftsstelle zusammen. Dem Vernehmen nach, so die Zeitung, soll dort die aktuelle Lage rund um Wegner besprochen werden. Offenbar soll der Regierende Bürgermeister dazu bewegt werden, auf eine erneute Spitzenkandidatur bei der Wahl im September doch noch zu verzichten.
Über einen Austausch von Wegner wird in der Berliner CDU schon länger gesprochen. Dessen Politik und Auftreten begeistert die Parteifreunde seit geraumer Zeit nicht wirklich – insbesondere rund um den von Linksextremisten verursachten Blackout spricht man intern jedoch von einer Katastrophen-Kommunikation sondergleichen. Auch angesichts aktueller Posts des Regierenden Bürgermeisters schlagen viele in der Hauptstadt-Christdemokraten die Hände über dem Kopf zusammen.
Bundestag LIVE, Teil II: u. a. zur Zukunft der deutschen Automobilindustrie | 09.07.26










