So eine Straßenbahn ist eine coole Sache. Eigentlich. Man steigt ein und fährt von A nach B. Am Zielort angekommen, macht man seine Erledigungen. Dann steigt man wieder in die Tram und fährt zurück von B nach A. Eigentlich.
Überall auf der Welt funktioniert das so. Überall – außer in Berlin.
Dass unsere Hauptstadt Flughafen nicht kann, ist bekannt. Jetzt lernen wir mit Staunen, dass die Metropole auch mit Straßenbahn überfordert ist. Klingt komisch, is‘ aber so.
„Urbanliner“: So weltstädtisch haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die neue Zuggeneration genannt. Man darf getrost davon ausgehen, dass irgendeine Werbe-Agentur mit guten Kontakten zu den Berliner Regierungsparteien CDU und SPD an dieser Wortschöpfung ziemlich reich geworden ist.
Der Urbanliner kommt mit ein paar Jahren Verspätung. Das kennt man ja schon vom BER. Im Dezember 2020 wurde er bestellt. Der erste Zug wurde im Juli 2024 geliefert. Aus irgendeinem Grund sollte er erst Anfang 2025 erstmals eingesetzt werden, aber das klappte nicht: Technikprobleme. Die Jungfernfahrt wurde verschoben. Dann wurde sie noch einmal verschoben: Technikprobleme. Nun soll die Super-Tram Mitte Juli 2026 fahren. Jetzt dann aber wirklich, ehrlich.
Allerdings wird das Ding keineswegs überall dort fahren, wo es fahren sollte. Denn nach einer monatelangen Hängepartie hat die Aufsichtsbehörde zwar jetzt eine Zulassung erteilt – aber die gilt nur für sehr wenige Streckenabschnitte. Noch gravierender ist die Einschränkung, die in einer BVG-internen Dienstanweisung steht:
Der Zug darf nur in eine Richtung fahren.
Baltische Staaten in Berlin: Merz empfängt Staatschefs von Lettland, Litauen und Estland | 03.07.26











