Der mutmaßliche Mörder von Stade, der sechs Menschen umgebracht haben soll, soll in der Türkei aus dem Gefängnis ausgebrochen sein. Das berichtet die Bild unter Berufung auf Justizdokumente. Demnach soll er bis heute flüchtig sein und gesucht werden. Seine Kriminalgeschichte reicht wohl Jahre zurück – und lässt den Sorgerechtsstreit in Stade in einem neuen Licht erscheinen.
Schon 2007 soll demnach wegen eines „schweren Sexualdelikts“ gegen den heute 45-Jährigen ermittelt worden sein. 2021 saß er wegen eines anderen Delikts in Untersuchungshaft. Dort brach er aus und ist seitdem flüchtig. Eine Fahndung in der Türkei läuft, Kontakt zu Teilen seiner Familie dort bestehe nicht, schreibt die Bild unter Berufung auf einen Angehörigen.
2022 wurde dann in Kahramanmaraş ein Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs seiner eigenen Tochter eröffnet. Das rückt auch die Inobhutnahme des Kindes durch deutsche Behörden in einen neuen Kontext. Zugriff auf den türkischen Tatverdächtigen erhielten die türkischen Ermittlungsbehörden danach jedoch nicht mehr. Der hielt sich nämlich in Deutschland, seinem Geburtsland, auf.
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