Die britischen Konservativen haben die vergangenen zwei Jahrhunderte in Großbritannien geprägt und waren auch die dominante Partei des britischen Parteiensystems der 2010er Jahre. In den vergangenen Wochen aber zeigen sie zunehmend massive Zerfallserscheinungen. Am Montag löste der Wechsel der über Jahre als mögliche Premierministerin geltenden Suella Braverman zu Reform UK von Nigel Farage den nächsten Schockmoment für die Partei aus. Das Ende der Partei könnte bevorstehen.
Seit Monaten wird die Partei in Umfragen von Farages Parteiprojekt abgehängt: Während Reform im Durchschnitt aller Umfragen bei 29 Prozent der Wählerstimmen steht und voraussichtlich stärkste Kraft werden würde, liegen die Konservativen mit durchschnittlich 18 Prozent weit zurück und kämpfen mit der regierenden Labour-Partei, den Grünen und den Liberalen um den zweiten Platz in den Umfragen.
Auch bei den Abgeordneten im britischen Unterhaus kippt die Stimmung gegen die Konservative Partei. Bei der letzten Wahl im Juli 2024 konnten die Tories noch 121 Sitze gewinnen, während Reform lediglich in fünf Wahlkreisen vorne lag. Bewahrheiten sich die Umfragen, könnten die Konservativen nach Berechnungen von Stack Data Strategy nun auf bis zu 14 Sitze abstürzen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











