Frauke Brosius-Gersdorf verzichtet auf ihre Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht. In einer Erklärung, die die Juristin über ihre Anwälte verbreiten ließ und die Apollo News vorliegt, beklagt sie unter anderem „ehrabschneidenden Journalismus“ und „unsachliche und diffamierende Kampagnen“ zu ihren Lasten.
Sie stehe „nach reiflicher Überlegung“ nun für das Amt der Verfassungsrichterin „nicht mehr zur Verfügung“, erklärte Brosius-Gersdorf zunächst in der Stellungnahme. Sie wolle damit die Demokratie und die anderen Kandidaten für das Verfassungsgericht schützen, heißt es weiter. In weiten Teilen der Erklärung geht sie jedoch in die Offensive und erhebt Vorwürfe.
Bemerkenswerterweise unter anderem gegen die FAZ, die sie nicht namentlich nennt, aber doch relativ eindeutig meint: „Einzelne Journalisten“ hätten einen „ehrabschneidenen Journalismus“ betrieben, schreibt Brosius-Gersdorf und bezieht sich dabei auf den „Politik-Teil eines Qualität- und Leitmediums“. Naheliegend ist, dass sie damit auf die Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen abzielt. Allgemein beklagt die Juristin „Kampagnen“ im Internet, die auch „organisiert“ und „zum Teil KI-generiert“ seien. Unklar bleibt, worauf Brosius-Gersdorf diese Behauptungen stützt.
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