Hunderte Christen haben am Montagabend in der syrischen Hauptstadt Damaskus und an anderen Orten demonstriert. Unbekannte hatten in Al-Sukailabija in der Provinz Hama den Weihnachtsbaum in Brand gesetzt. Die Proteste gingen an Heiligabend weiter.
Seit der Machtübernahme durch die islamischen Rebellen der Haiat Tahrir al-Scham (HTS) haben die Minderheiten des Landes Angst vor Repressionen. Zwar hatten die neuen Machthaber Minderheitenschutz versprochen. Viele Christen wollen daran aber aufgrund der negativen Erfahrungen der letzten Jahre nicht glauben. Der Vorgänger der HTS, die Al-Nusra-Front, wollte Christen und Alawiten aus dem Land vertreiben.
Die christliche Hilfsorganisation Open Doors hat ein Gespräch mit einer vor Ort lebenden Christin geführt. Die Gesprächspartnerin hebt die Sorgen der verbliebenen christlichen Gemeinden hervor. „Ich empfinde Angst und Unsicherheit. Ich fürchte das Unbekannte. Mehrere Tage sind vergangen, aber für mich fühlt es sich immer noch wie der erste Tag an“, erklärt sie gegenüber Open Doors.
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