Das Ende der Zivilisation: So haben wir die Hetzjagd in Erfurt erlebt

vor etwa 1 Stunde

Das Ende der Zivilisation: So haben wir die Hetzjagd in Erfurt erlebt
Bildquelle: Apollo News

„Sie haben Hass, wir haben Haltung!“, steht auf dem Pappschild, das Luisa Neubauer während einer Sitzblockade am Gothaer Platz in Erfurt in die Höhe reckt – nur wenige Minuten und Meter entfernt vom Ausgangspunkt der brutalen Verfolgungsjagd, die uns minutenlang über Hunderte Meter durch Erfurt hetzte. Aus dem besinnungslosen, hasserfüllten Mob heraus werden wir geschubst, geschlagen, mehrfach zu Boden geworfen, getreten, mit Farbbeuteln, Eiern und Flaschen beworfen und mit Graffiti besprüht – nichts könnte besser demonstrieren, wie kaputt und moralisch bankrott gewisse Teile der politischen Linken hierzulande sind.

Ausgelöst wurde die prominent besetzte Spontanblockade mit Luisa Neubauer durch das Auftauchen zweier AfD-Delegierter, die unter „Ganz Erfurt hasst die AfD!“-Parolen durch Hecken und über Straßenböschungen von der Polizei durch die aufgebrachte Menge in Richtung des Parteitags eskortiert werden mussten. Auch als die AfDler längst weg und außer Reichweite waren, wurde die Blockade fortgesetzt. Ein ikonisches Bild: Luisa Neubauer und Co. sitzen vor dem Eingang eines zufälligen Erfurter Mehrfamilienhauses, blockieren eine Grünfläche mit einem leeren Sperrmüllcontainer und stimmen „Hoch die internationale Solidarität“ an.

Die ganze Peinlichkeit dieser Szene war wohl auch Neubauer selbst bewusst. Die Internationale sang sie – wohl aus purer Fremdscham – nicht mit. Nachdem die versammelten Medienvertreter ihre wohlinszenierten Fotos von ihr und der Blockade gemacht hatten, stand sie auf und führte mehrere Interviews mit der Presse.

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