Der Angriff auf die Presse-Gala in Washington, eine der symbolträchtigsten Veranstaltungen der politischen Öffentlichkeit des Landes, war der geplante und gezielte Versuch, US-Präsident Donald Trump und hochrangige Regierungsvertreter aus dem Weg zu schaffen. Und doch klingt das, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seiner Berichterstattung daraus macht, eher wie die Beschreibung eines missglückten Tischfeuerwerks.
In der Berichterstattung von Tagesschau und ZDFheute ist nicht von einem Attentat die Rede, nicht einmal von einem bewaffneten Angriff. Stattdessen lesen sich die entsprechenden Texte wie Schilderungen einer belanglosen Bagatelle. Die Tagesschau meldet etwa: „Bei einem Gala-Dinner mit US-Präsident Trump und Journalisten in Washington ist es zu einem Zwischenfall gekommen.“ Als hätte jemand ein Glas Sekt verschüttet. Das ZDF spricht derweil nüchtern von einem „Vorfall in Washington, D.C.“ Und auf X formuliert die Tagesschau: „US-Präsident Trump wurde nach einem Vorfall bei einer Presse-Gala von seinen Sicherheitsleuten evakuiert.“ Dann folgt der Höhepunkt der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung: „US-Medien berichten von schussähnlichen Knallgeräuschen.“
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