Deutschlands Chefideologe vom Dienst: Das symbolträchtige Scheitern des Julian Nagelsmann

vor 3 Tagen

Deutschlands Chefideologe vom Dienst: Das symbolträchtige Scheitern des Julian Nagelsmann
Bildquelle: Apollo News

„Spätestens gegen Frankreich fliegen wir raus.“ Darin waren sich viele deutsche Fußballfans nach dem mauen Auftritt der Nationalmannschaft in der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft einig. Nun ist man sogar schon eine Runde früher rausgeflogen. Gegen eine Mannschaft aus Paraguay, die bis dahin eine nahezu unverschämt schlechte Turnierleistung gezeigt hatte und wahrscheinlich nur aufgrund des geänderten Turniermodus überhaupt noch mitspielen durfte.

Für jeden interessierten Beobachter trägt das Scheitern der Nationalmannschaft einen Namen: Julian Nagelsmann. Der Bundestrainer, der im Herbst 2023 sein Amt angetreten hat, hat es trotz des ihm nachgesagten Talents nicht geschafft, aus einer vielversprechenden Truppe, die mit vielen gut bezahlten und aussichtsreichen Einzelkönnern gespickt war, eine funktionierende Mannschaft zu formen. Dennoch wollen die Verbandsfunktionäre an dem Mann festhalten, den sie im Voraus mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet haben.

Dabei ist Nagelsmanns Wirken als DFB-Trainer seit seinem Amtsantritt von einer Vielzahl obskurer Personal- und Taktikentscheidungen geprägt, die für Außenstehende oft kaum nachvollziehbar waren und erwartbar in einem Debakel mündeten. Auf berechtigte Kritik an seinen Entscheidungen reagierte Nagelsmann stets wie ein kleines Kind: mit Stolz, Trotz und ohne die geringste Einsicht.

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