Die Jagd auf den Wolf soll erleichtert werden – nur nicht dort, wo er die meisten Probleme macht

vor 11 Monaten

Die Jagd auf den Wolf soll erleichtert werden – nur nicht dort, wo er die meisten Probleme macht
Bildquelle: Apollo News

Der Abschuss von Wölfen soll in manchen Regionen Deutschlands erleichtert werden. Das teilten die beiden Bundesministerien für Landwirtschaft und Umwelt am Donnerstag mit. Anlass ist die Übermittlung des FFH-Berichts (Fauna, Flora, Habitat) an die EU-Kommission. Er befasst sich mit dem Zustand und der Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten und Lebensräumen, die nach EU-Recht als schützenswert gelten.

Zum ersten Mal wird der Erhaltungszustand des Wolfes in der „atlantischen biogeografischen Region“ als „günstig“ eingeschätzt. Diese Region umfasst Teile Nordrhein-Westfalens, fast ganz Niedersachsen und den westlichen Teil Schleswig-Holsteins. Laut Bundesamt für Naturschutz lebten in Niedersachsen 2023/24 insgesamt 48 Wolfsrudel. Das ist das zweitgrößte Vorkommen in Deutschland.

Aufgrund dieser Einstufung kündigten die beiden Ministerien an, den Abschuss des Wolfes erleichtern zu wollen. Die dazu nötigen Änderungen am Bundesnaturschutzgesetz sollen angestoßen werden. Ebenfalls soll der Vorschlag der EU-Kommission in nationales Recht umgesetzt werden, den Schutzstatus des Wolfes herunterzusetzen. Die EU-Kommission hatte im März vorgeschlagen, den Schutzstatus des Wolfes von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabzustufen. Das EU-Parlament hatte am 8. Mai ebenfalls dafür gestimmt. „Wir nehmen den Wolf umgehend ins Jagdrecht auf“, heißt es seitens des deutschen Umweltministeriums und des Landwirtschaftsministeriums. Man wolle für eine „rechtssichere Entnahme“ von Wölfen sorgen.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel