Was würden Sie denken, wenn ein Unternehmer Ihnen erzählte: „Mein Unternehmen ist nicht insolvent, die Einnahmeseite ist derzeit unbefriedigend.“ Ich nehme an, Sie würden annehmen, dass dieses Unternehmen nicht mehr lange existieren wird und am Markt nichts verloren hat.
Im Traum würden sie nicht daran denken, diesem Unternehmer Geld zu überweisen. Diese richtige Logik sollte auch auf die staatliche Pflegeversicherung angewandt werden, über die Karl Lauterbach mit den zitierten Worten sprach. Ihr geht nämlich das Geld aus und sie kann nur mit steigenden Beiträgen vor der Insolvenz gerettet werden.
0,3 Prozentpunkte zusätzlich sollen es 2025 wohl werden, gut 100 Euro mehr pro Jahr für einen Normalverdiener ohne Kinder. Sind ja noch nicht hoch genug, die Steuern und Abgaben in Deutschland. Und das ist erst der Anfang: immer mehr Alte, immer mehr Pflegebedürftige, immer weniger Einzahler.
Wir stehen vor einem Jahrzehnt steigender Beiträge und sinkender Leistungen.
Etwa 1 Million Menschen in Deutschland werden stationär gepflegt.
Doch selbst in der vergleichsweise entspannten Gegenwart ist die Zwangsversicherung schon eine Zumutung dreifacher Natur. Sie ist freiheitsfeindlich, sie verletzt die Würde jedes Bürgers und sie ist ein finanzielles Desaster.
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