US-Präsident Donald Trump hat in Aussicht gestellt, die amerikanische Militärpräsenz im Konflikt mit dem Iran deutlich zurückzufahren. Weiter erklärte er bezugnehmend auf die hohen Ölpreise und den Abbruch von Lieferketten: „Die Straße von Hormus wird von den Nationen gesichert werden müssen, die sie nutzen – die Vereinigten Staaten tun das nicht“. Die USA würden lediglich Unterstützung leisten, „wenn wir gefragt werden“, fügte er hinzu.
Nach Angaben des Präsidenten stehen die Vereinigten Staaten kurz davor, ihre militärischen Ziele gegenüber Teheran zu erreichen. Daher werde derzeit geprüft, die eigenen Einsätze schrittweise zu reduzieren. Die Straße von Hormus gilt als einer der zentralen Engpässe des Welthandels. Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen wird durch die enge Meerespassage zwischen dem Iran und Oman verschifft.
Für viele Industrie- und Schwellenländer, insbesondere für asiatische Energieimporteure wie China, Indien oder Japan, ist die freie Passage wirtschaftlich entscheidend. Auch für Europa hat die Route große Bedeutung, vor allem durch ihre Auswirkungen auf die Energiepreise. Zuvor hatte Trump die NATO-Partner wegen mangelnder Unterstützung scharf attackiert. Er bezeichnete sie als „Feiglinge“ und warf dem Bündnis vor, ohne US-Beteiligung „ein Papiertiger“ zu sein.
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