Digitaler Euro: Der EZB-Beschluss in diesem Oktober ist der erste Schritt zur Überwachung unserer Konten  

vor 9 Monaten

Digitaler Euro: Der EZB-Beschluss in diesem Oktober ist der erste Schritt zur Überwachung unserer Konten  
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In diesem Oktober wird die Europäische Zentralbank (EZB) weitreichende Entscheidungen fällen. Es geht um den digitalen Euro. Es geht offiziell um Europas Autonomie und Sicherheit. Eine öffentliche Diskussion gibt es dazu kaum, dafür eine große Ahnungslosigkeit bei Europas Bürgern. Denn hinter dem digitalen Euro stehen drastische Folgen für die Freiheit und Anonymität von uns allen. Praktisch alles ist mit dem digitalen Euro sichtbar und kontrollierbar. Eine Vorstellung, die der EZB und der EU-Kommission sehr gefällt. Aber das ist nicht im Sinne unserer Grundrechte. Und wirtschaftlich notwendig ist es ebenso wenig.

EZB-Chefin Christine Lagarde bereitet die Einführung des digitalen Euro vor.

Die Europäische Zentralbank steht im Herbst 2025 vor einer wegweisenden Entscheidung. Nach über vier Jahren intensiver Arbeit am Projekt digitaler Euro endet im Oktober die erste Phase der Vorbereitung, und der EZB-Rat muss darüber befinden, wie das Vorhaben weitergehen soll. Die grundsätzliche Entscheidung über eine tatsächliche Einführung liegt später bei den politischen Institutionen der Europäischen Union, also bei Parlament, Kommission und Rat. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Bedeutung dieser Zeitmarke mehrfach unterstrichen; es ist ihr ein großes Anliegen, den digitalen Euro so schnell wie möglich durchzubringen. Aber: Die EZB kann das nicht alleine beschließen, die EU-Staaten und das Parlament müssen noch zustimmen.

In der Politik und unter Finanzfachleuten gibt es viele Diskussionen. Allerdings tauchen die in den deutschen Medien fast gar nicht auf. Die Folge ist eine weitgehende Ahnungslosigkeit. Laut einer Umfrage der European Consumer Organisation (BEUC) haben 58 Prozent der Erwachsenen und 49 Prozent der Jugendlichen in Europa schon vom digitalen Euro gehört. Aber nur jeweils elf bzw. neun Prozent fühlen sich gut informiert. Dabei geben 47 Prozent der jugendlichen und 42 Prozent der erwachsenen Befragten an, dass sie personenbezogene Daten zur Betrugsbekämpfung und zur Vorbeugung vor Geldwäsche liefern würden. Nur für kommerzielle Zwecke wollen viele das nicht und mit zunehmendem Alter sinkt die Bereitschaft. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass die älteren in Europa Bargeld als Zahlungsmittel noch gewohnt sind und die Vorteile und die Anonymität des Bargeldes zu schätzen wissen und wahrscheinlich ahnen, dass es mit dem digitalen Euro damit bald vorbei sein könnte. Jüngere Menschen sind es dagegen eher gewohnt, online oder mit Karte zu bezahlen und sind deswegen hier etwas unbedarfter.

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