Der staatlich-türkische Islamverband DITIB veranstaltet vom 14. bis 17. Mai in Hamburg seine 40. Gedenk- und Kulturtage aus Anlass des Jubiläums einer dortigen Moschee. Die Stadt stellt dafür einen öffentlichen Platz zur Verfügung. Doch die „großartigen Gelehrten und Künstler aus der Türkei“, die den Besuchern versprochen werden, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Antisemiten und Hamas-Glorifizierer.
Inzwischen wurden vier von sechs Rednern wieder ausgeladen – doch auch die verbliebenen sind höchst problematisch. Der Islamkritiker und Autor Eren Güvercin warnt auf X, einer der Gäste, Furkan Tiraşçı, habe in Beiträgen auf X das Massaker vom 7. Oktober relativiert. Tiraşçı, der Muezzin der Kocatepe-Moschee im türkischen Ankara ist, soll zudem den Hamas-Führer Ismail Haniyye als „Märtyrer“ und „guten Mudschahid“ gelobt und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit Hitler verglichen haben.
Der zweite verbleibende Gast, Mahmut Sağır, wird ebenfalls als problematisch angesehen. Auch er soll Haniyye von der Hamas einen „hohen Rang im Paradies“ wünschen und außerdem in Posts von einer „verfluchten Gemeinschaft“ sprechen, die die Welt „seit Jahrhunderten in Blut tränkt“ – ein antisemitischer Topos.
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