Die Diversitätsstrategie der Ampel-Koalition wird unter veränderten Vorzeichen auch unter der neuen Bundesregierung fortgesetzt. Das zeigt eine NIUS-Umfrage in den Bundesministerien. Junge deutsche Männer haben somit schlechte Karten, denn die staatlichen Behörden sollen weiblicher und migrantischer werden. Gefragt sind insbesondere „Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte“.
Kürzlich machte im englischsprachigen Raum der Essay „The Lost Generation“ von Jacob Savage die Runde. Savage beschrieb, wie die Einstellungspolitik nach den Regeln von „Diversity, Equity und Inclusion“ (Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion), kurz DEI, eine ganze Generation ihrer Aufstiegsmöglichkeiten beraubt hatte.
Weiße Männer aus den jüngeren Alterskohorten wurden in den USA während der 2010er und frühen 2020er Jahre systematisch aus angesehenen Branchen wie dem Journalismus, der Wissenschaft oder aus Hollywood ausgeschlossen, weil mit den eingeführten Diversity-Programmen bewusst Frauen, Schwarze oder Migranten bevorzugt wurden.
Auch in Deutschland gibt es seit Jahren ähnliche Förderprogramme – sei es in den DAX-Konzernen oder in den staatlichen Behörden. Sie sollen dafür sorgen, dass der Betrieb nach Möglichkeit „diverser“ wird. Eine Nachfrage bei der Bundesregierung zeigt: Auch unter der Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU) wird eine solche DEI-Politik für die Bundesbehörden betrieben. Bis heute wird für die Bundesverwaltung eine Diversity-Strategie fortgesetzt, die von der Ampel-Regierung konzipiert wurde und unter der schwarz-roten Koalition unangetastet blieb.
Im Koalitionsvertrag von 2021 hatte die Ampel-Koalition frühzeitig versprochen, die deutsche Verwaltung „bunter“ machen zu wollen. „In der Bundesverwaltung und in den Unternehmen mit Bundesbeteiligung führen wir eine ganzheitliche Diversity-Strategie mit konkreten Fördermaßnahmen, Zielvorgaben und Maßnahmen für einen Kulturwandel ein“, hieß es in dem Papier. Von Anfang an wurden linke NGOs in den Prozess miteinbezogen: „Die Migrantenselbstorganisationen, die auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen, sind dabei wichtige Partnerinnen und Partner.“
Angesiedelt wurde das Projekt im Bundesinnenministerium von Nancy Faeser (SPD) und bei der Integrationsbeauftragten Reem Alabali Radovan (SPD). Damals forderte die heutige Entwicklungshilfeministerin: „Wir müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen Diversität voranbringen und Strukturen aufbrechen, damit wir Alltagsrassismus und strukturellem Rassismus den Nährboden entziehen.“ Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der beiden Behörden tagte über rund zwei Jahre und stellte schließlich am 29. Januar 2025 die neue Diversity-Strategie vor. Sie trug den Titel: „Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Bundesverwaltung.“
Die SPD-Politikerinnen Reem Alabali Radovan und Nancy Fieser, hier neben Olaf Scholz, entwickelten die Diversity-Strategie.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











