Drohnen-Alarm: Deutschland und Österreich kaufen 636 Skyranger – doch es gibt Bedenken

vor 9 Monaten

Drohnen-Alarm: Deutschland und Österreich kaufen 636 Skyranger – doch es gibt Bedenken
Bildquelle: Tichys Einblick

Noch immer haben weder Behörden noch Politiker Beweise für eine russische Beteiligung an den verschiedenen Drohnen-Vorfällen am Flughafen München, am Airport Frankfurt oder in Norwegen vorlegen können. Trotzdem werden in die Aufrüstung gegen die – angeblich – Drohnen-Gefahr gewaltige Summen an Steuergeld investiert: Hunderte Geschütztürme vom Typ Skyranger werden bestellt. Allerdings: Deren Einsatz in der Nähe von Flughäfen oder Wohngebieten sei äußerst bedenklich.

Selbst wenn die 600 neuen Skyranger der deutschen Bundeswehr und die 36 Skyranger des österreichischen Bundesheeres, die in den nächsten Jahren an die Truppe ausgeliefert werden sollen, eine Drohne abschießen können, so ist das nicht unproblematisch, berichtete ein Waffentechnik-Experte im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Die Munition, die der Skyranger verschießt, zerberstet in der Luft und hinterlässt Tausende von kleinen, sehr heißen Wolfram-Partikeln, die zu Boden fallen. So etwas kann man in dicht besiedelten Orten nicht verwenden, an Flughäfen schon gar nicht.“

Genau dort sollte die Milliardeninvestition allerdings mehr Schutz bieten – auf von Drohnen attackierten Airports oder für gefährdete kritische Infrastruktur, die sich in Westeuropa durchaus häufig in der Nähe von Wohngebieten befindet. Aber ein Skyranger-Einsatz klingt aktuell wie die Entscheidung, ob die Pest oder doch die Cholera besser wäre: Entweder von einer Kamikaze-Drohne getroffen – oder von extrem heißen Wolfram-Munitionspartikel schwer verletzt zu werden.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel