Die deutschen Gasspeicher sind aktuell nur noch zu rund 21 Prozent gefüllt (mehr dazu hier). Kommt die Bundesrepublik damit durch den Winter? In seiner neutralen Temperaturprognose meint der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW): ja. Doch das ist kein Grund zur Entwarnung.
Im Standardszenario ohne Temperaturdifferenz geht das DVGW-Modell von einem minimalen Füllstand von durchschnittlich 6,6 Prozent bundesweit aus. Dieser würde Ende April erreicht werden. Schon dieser Wert ist besorgniserregend niedrig, da die Leistung, die ein Speicher zur Verfügung stellen kann, mit abnehmendem Füllstand ebenfalls sinkt. Es steht also weniger Erdgas pro Zeit zur Verfügung.
Schon kleine Temperaturdifferenzen im März und April reichen aus, um den Gesamtfüllstand aller Speicher in der Prognose auf null zu bringen. Wären die Temperaturen im weiteren Verlauf des Winters und des Frühjahres um ein Grad (beziehungsweise ein Kelvin) geringer als typisch zu dieser Jahreszeit, sinkt der Zielfüllstand auf gerade einmal 0,8 Prozent im Mai.
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