In Essen stehen gesetzlich Versicherte ab dem kommenden Jahr möglicherweise vor spürbaren Mehrkosten: Wenn ein Rettungsdiensteinsatz zu einem Transport führt, könnten die Krankenkassen künftig nur noch einen festen Anteil übernehmen. Alles, was über diesen Betrag hinausgeht, müsste dann von den Betroffenen selbst getragen werden.
Wörtlich heißt es in einer Mitteilung der Stadt Essen: „Die Krankenkassen werden ab 2026 die Kosten für einen Transport durch den Rettungsdienst der Stadt Essen nicht mehr in voller Höhe übernehmen – mit der Konsequenz, dass betroffene Bürger*innen künftig die Differenz zahlen müssen.“
Der Hintergrund des Konflikts: Die Krankenkassen können zwei zentrale Bestandteile der Gebühren nicht länger tragen – sogenannte Fehlfahrten sowie Unterdeckungen aus früheren Jahren. Damit entsteht eine Finanzierungslücke, die nicht bei den Kassen und nicht bei der Stadt, sondern möglicherweise bei den Versicherten selbst landet. Nach Berechnungen der Verwaltung könnte eine einzige Fahrt im Rettungswagen rund 267 Euro Eigenanteil verursachen.
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