Lily Brett wurde 1946 in Feldafing bei München geboren. Ihre Eltern waren KZ-Überlebende, unter anderem von Auschwitz. Zwei Jahre später emigrierte die jüdische Familie nach Australien – ihr Leben begann neu. Sie lebt heute in New York. In der Süddeutschen Zeitung schreibt die Schriftstellerin über den Terroranschlag von Bondi Beach.
NIUS zitiert bewegende Passagen:
„Als ich in Australien ankam, war ich noch nicht einmal zwei Jahre alt. Meine Eltern und ich waren jüdische Flüchtlinge. Wenn mein Vater von seinen doppelten Arbeitsschichten in der Fabrik heimkam, sagte er immer: Dieses Land ist ein Paradies. Wir fühlten uns frei in Australien. So frei wie meine Eltern, vor allem meine Mutter, sich fühlen konnte. Australien, da war ich mir sicher, würde uns beschützen. Die Schüsse in Bondi und der Tod und die Verletzungen so vieler jüdischer Menschen haben dieser Fantasie ein Ende bereitet.“
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