EU-Frist läuft ab: Deutschland könnte eine Milliarde Euro entgehen

vor etwa 1 Jahr

EU-Frist läuft ab: Deutschland könnte eine Milliarde Euro entgehen
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Die Bundesregierung könnte die Frist verpassen, um Gelder aus dem Europäischen Klimasozialfonds zu erhalten. Wie Table.Briefings berichtet, würden Deutschland ab 2026 jährlich eine Milliarde Euro zustehen, um die Teuerung bei Benzin, Öl und Gas für einkommensschwache Haushalte abzuschwächen. Denn durch das Inkrafttreten des europäischen Emissionshandels ETS-2 ab 2027 wird sich Heizen und Tanken wegen eines steigenden CO2-Preises verteuern.

Bis Ende Juni muss die Regierung dazu einen Plan vorgelegt haben, wie sie die ihr zustehenden Mittel von 2026 bis 2032 verwenden will. Doch ein Plan, der unter dem noch amtierenden Wirtschaftsminister Robert Habeck erstellt wurde, könnte an den Vorgaben der EU-Kommission scheitern. So sieht der Plan vor, dass bis Ende 2025 ein Vorschlag ausgearbeitet werden soll, wie ein Mechanismus erarbeitet werden kann, „um gezielt einkommensbasierte Direktzahlungen an besonders betroffene Teile der Bevölkerung leisten zu können“.

Zwar erlaubt die EU-Richtlinie, dass die Gelder aus dem Europäischen Klimasozialfonds zur finanziellen Unterstützung verwendet werden dürfen, „um soziale Aspekte in Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen anzugehen“. Allerdings müssen diese „Klimadividendensysteme“ auch „nachgewiesene positive Umweltauswirkungen“ haben. Ob eine pauschale Pro-Kopf-Auszahlung diesen Vorgaben entspricht, ist fraglich, wie die Stiftung Umweltenergierecht in einer Studie aus dem Januar schreibt.

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