EU will Altersgrenze in den sozialen Medien einführen – und könnte digitale ID vorschreiben

vor 9 Monaten

EU will Altersgrenze in den sozialen Medien einführen – und könnte digitale ID vorschreiben
Bildquelle: Apollo News

Die Staatschefs der Europäischen Union haben sich am Mittwoch bei einem Gipfeltreffen darauf verständigt, eine Altersgrenze für soziale Medien einführen zu wollen. „Der Europäische Rat betont, wie wichtig der Schutz Minderjähriger ist, unter anderem durch die Festlegung eines digitalen Volljährigkeitsalters für den Zugang zu sozialen Medien unter Wahrung der nationalen Zuständigkeiten“, heißt es in einer Abschlusserklärung.

Welche Altersgrenze es geben wird und wie die Verifikation aussehen wird, ist noch offen. Die EU hatte den Prototyp einer App entwickelt, die das Alter verifizieren soll, ohne dass die eigene Identität oder ein genaues Alter genannt werden muss, wie t3n im Juli berichtet hatte. Allerdings hatte es technische Einschränkungen gegeben, die Alternativen zu Google nicht unterstützten.

Auf ihrer Webseite zur Digitalstrategie beschreibt die EU-Kommission, welche Verfahren zur Altersverifikation gerade getestet werden. So wurde am 10. Oktober ein zweiter Softwareentwurf für eine Altersüberprüfung veröffentlicht. Diese Software soll das Alter prüfen können, indem Reisepässe oder Personalausweise registriert werden. Die Software „basiert auf denselben technischen Spezifikationen wie die europäischen digitalen Identitäts-Wallets, die bis Ende 2026 eingeführt werden sollen“, heißt es. Das würde die „Integration der Altersüberprüfungsfunktion in die zukünftigen Wallets“ ermöglichen. Nun soll die Software in Mitgliedsstaaten in einer Pilotphase getestet werden.

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