Der frühere Volkswagen-Chef Matthias Müller sieht Deutschland auf einem gefährlichen politischen und wirtschaftlichen Kurs. „Wir sind auf dem Weg zu einer DDR 2.0“, sagte er im Gespräch mit t-online. Der Staat entwickle sich zunehmend zu einem „Vollkaskostaat“. Viele Bürger versteckten sich hinter staatlichen Leistungen und übernähmen immer weniger Eigenverantwortung. „Wir sind satt geworden, ein Volk von Egoisten, bei dem Gemeinnützigkeit keine große Rolle mehr spielt“, sagte Müller.
Wenn keine grundlegenden Reformen folgten, werde Deutschland „ein rückläufiges Wirtschaftswachstum erleben wie seit Jahrzehnten nicht mehr“. Bildungs-, Renten-, Sozial- und Migrationspolitik sowie die Verkehrspolitik müssten gemeinsam gedacht werden. Die Politik sei mit dieser Aufgabe überfordert, sagte Müller.
Grundsätzlich sieht Müller ein strukturelles Problem in der politischen Rolle mancher NGOs. Organisationen, die stark vom Staat finanziert würden und gleichzeitig aktiv politische Meinungsbildung betrieben, sollten keine staatlichen Mittel erhalten. Als Beispiel nannte er die Deutsche Umwelthilfe und den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Aufgaben dieser Organisationen könnten auch in Ministerien angesiedelt sein, sagte Müller.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











