Exklusiv-Recherche von Plagiatsjäger Stefan Weber: Wurde bei Weimers Magazin „TheEuropean“ getrickst und gelogen, um Werbekunden zu ködern?

vor 9 Monaten

Exklusiv-Recherche von Plagiatsjäger Stefan Weber: Wurde bei Weimers Magazin „TheEuropean“ getrickst und gelogen, um Werbekunden zu ködern?
Bildquelle: NiUS

Der Skandal um mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen im Umfeld von Kultur- und Medienstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) könnte weit größere Ausmaße haben als bisher bekannt. Exklusive Recherchen des Medienwissenschaftlers und Plagiatsjägers Stefan Weber scheinen zu belegen, dass auf der Verlagsplattform TheEuropean, dem publizistischen Kern der Weimer Media Group, systematisch getäuscht worden sein könnte, um Werbekunden anzulocken.

Für Minister Weimer, das betont Weber in Text zu seinen Recherchen ausdrücklich, gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Doch die Vorwürfe wiegen schwer.

Laut Weber ist zunächst die angebliche Zahl von „über 2.000 renommierten Autoren“ auf TheEuropean fragwürdig. Und technische Analysen eines IT-Experten, mit dem Weber zusammengearbeitet hat, zeigen: Die Seite mit den Autorenprofilen war bewusst vor Google versteckt – durch einen sogenannten „noindex“-Tag, der Suchmaschinen vom Auffinden abhält. Der Effekt: Werbepartner konnten die tatsächliche Größe und Reichweite des Portals nachvollziehen. Auch für Autoren war eine Kontrolle erschwert bis unmöglich – und viele wussten nicht, dass ihre Texte auf TheEuropean veröffentlicht wurden und konnten sich durch die versteckte Autorenseite nicht selbst finden.

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