Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit hat im vergangenen Jahr rund 650 Millionen Euro Kindergeld für Kinder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands überwiesen. Das geht aus einer Auskunft der Behörde hervor. Damit stiegen die Zahlungen ins Ausland im Vergleich zu 2023 um rund 125 Millionen Euro. Im Jahr 2010 hatten die Überweisungen noch bei 35,8 Millionen Euro gelegen, wie aus einem Bericht der Jungen Freiheit hervorgeht.
Insgesamt erhielten 2024 rund 17,62 Millionen Kinder Kindergeld. Der Großteil von 17,32 Millionen lebte in Deutschland. 296.725 Kinder hatten ihren Wohnsitz in einem anderen EU-Staat, 6.818 in einem Drittstaat. Damit entfielen 98,28 Prozent der Leistungen auf das Inland.
Auch die Staatsangehörigkeit der Kinder spiegelt sich in den Zahlungen wider. Ende 2024 lebten in Deutschland 13,73 Millionen Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit (77,88 Prozent) und 3,9 Millionen mit einer ausländischen (22,12 Prozent). Bei den Kindergeldzahlungen entsprach die Verteilung nahezu exakt dieser Struktur: 77,3 Prozent der insgesamt 54,54 Milliarden Euro gingen an deutsche Berechtigte, 22,7 Prozent an ausländische.
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