Beim WDR‑Instagram‑Kanal „Cosmo“ ist man in heller Aufregung: „Skinny ist back“ lautet die Schlagzeile in einem neuen Beitrag des öffentlich‑rechtlichen WDR‑Formats „Cosmo“. Darunter will der Sender erklären: „Was dein Body Image mit Kolonialismus zu tun hat.“
Das Format sorgt sich darum, dass Body Positivity und Vielfalt bald der Geschichte angehören könnten: „Aktuell zeichnet sich ein Rückwärtstrend hin zum Schönheitsideal eines dünnen Körpers ab“, stellt „Cosmo“ in einem der neuesten Postings zur Körperkultur fest. Das Problem: Schlankheit sei „weiß, kolonial und NS‑ideologisch“ geprägt.
Während der Kolonialzeit sei das Körperbild durch Enthaltsamkeit und Selbstbeherrschung bestimmt worden. „Wer dick war, galt daher als gierig und ‚wild‘.“ Europäer hätten diese Beurteilung von Körpern benutzt, um sich „aufzuwerten und schön zu fühlen“, heißt es im Beitrag.
Aus dem kolonialen Überlegenheitsgefühl hätte sich später noch eine weitere Form des Schlankheitskultes herausgebildet. „Die Idee, Körper zu hierarchisieren und zu beherrschen, ist im Kolonialismus groß geworden und in der NS‑Zeit noch verstärkt worden“, stellt die Content Creatorin Luise Gonca Demirden fest. Bei Frauen sei das Körperideal während dieser Zeit „weiß, blond und athletisch“ gewesen. „Der Volkskörper sollte die antisemitische Ideologie repräsentieren. Wer dick war, galt als nicht fit und damit nicht fähig zu arbeiten“, sagt „Cosmo“.
Im Fokus des WDR-Beitrags: der Körperkult der Nationalsozialisten
Die Arbeit der Frauen im Nationalsozialismus sei vor allem durch eine Leistung geprägt worden: das Gebären. Aus diesem Grund sollte der Damensport vor allem „athletisch, anmutig und robust machen“, so der öffentlich‑rechtliche Kanal.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











