Friedrich Merz, der sich heute nach dem misslungenen Katholikentag zum fröhlichen Kampflieder-Singen in die SPD-Fraktion begab, hoffte, dass es ihm mit dem überraschenden Ich-bin-doch-einer-von-Euch-Outing gelingen würde, die Herzen der Genossen vorab im Strum zu erobern. Die steile Lernkurve, die Merz seit dem Wahlkampf hinlegte, ist schon beeindruckend.
Hatte Merz noch im Wahlkampf getönt: „Links ist vorbei!“, so hat er heute schon am Eingang des Sitzungssaales der SPD Fraktion vor laufenden Kameras und offenen Mikros dem Chef der SPD-Fraktion gestanden: „Ich stehe nicht nur links, ich komme auch von links.“
Wer das als Versprecher werten will, der kann es nur als freudschen Versprecher. Denn der gute Friedrich Merz möchte für den Genossen Miersch so gern so rot wie eine Fahne und so links wie Hammer und Sichel sein. Eigentlich hätte es dieses Bekenntnisses nicht bedurft, denn wenn Friedrich Merz nicht zum Nachteil des deutschen Volkes in der Außenpolitik dilettiert, dann erfüllt er in der Innenpolitik doch treu die Vorgaben Klingbeils, des Sozialdemokraten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











