Der Münchner Stadtrat hat ein neues „Konzept für geschlechtergerechte Pädagogik für junge Menschen im Schulalter in Kindertageseinrichtungen, Schule und Ganztag“ verabschiedet. Ziel ist es laut Rathaus, Strukturen zu stärken, die Benachteiligung verringern und Bildungseinrichtungen für alle Kinder zugänglich machen sollen.
Das verabschiedete Konzept umfasst eine Reihe verbindlicher Qualitätsstandards, die in allen Münchner Bildungseinrichtungen – von Kitas über Schulen bis zum Ganztag – umgesetzt werden sollen. Dazu gehören Maßnahmen der Organisationsentwicklung, der Qualifizierung des pädagogischen Personals sowie der Gestaltung von Innen- und Außenräumen. Vorgesehen sind etwa umfangreiche Checklisten, die Fach- und Führungskräften dabei helfen sollen, vermeintlich stereotype Muster zu erkennen, das eigene Verhalten sowie Sprachgebrauch zu reflektieren und Bildungsangebote entsprechend anzupassen.
Das Konzept bietet zudem konkrete Handreichungen für eine „inklusivere“ Alltagspraxis, führt in juristische Grundlagen zu Gleichstellung und Antidiskriminierung ein und stellt Materialsammlungen, Qualifizierungsangebote und Praxishilfen bereit, die als Unterstützungsstruktur dienen sollen. Auch die räumliche Gestaltung wird einbezogen – etwa Pausenhöfe, Turnhallen und Aufenthaltsräume –, damit sich laut Konzept „alle Kinder hier wohlfühlen können“. Ziel aller Maßnahmen sei es, geschlechtsspezifische Ungleichheiten abzubauen, Diskriminierung vorzubeugen und jungen Menschen unabhängig von Geschlechterrollen gleiche Bildungs- und Entwicklungschancen zu ermöglichen.
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