„Fürstin braucht meine Gnade nicht“, wetterte ARD-Podcast – und fand sich später in Schlossbrand-Bekennerschreiben

vor 9 Monaten

„Fürstin braucht meine Gnade nicht“, wetterte ARD-Podcast – und fand sich später in Schlossbrand-Bekennerschreiben
Bildquelle: Apollo News

In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober brannte das Jagdschloss Thiergarten in Regensburg, das der Adelsfamilie Thurn und Taxis gehörte, ab. Wenige Tage später, am 9. Oktober, bekannte sich das „Kommando Georg Elser“ mit einem Bekennerschreiben auf der linksextremen Plattform Indymedia zu dem Anschlag. Die Polizei selbst prüft laut Medienberichten das Bekennerschreiben und ermittelt weiterhin in alle Richtungen.

Auffällig in dem Bekennerschreiben ist aber, dass es sich auf einen Podcast des öffentlich-rechtlichen Bayerischen Rundfunks bezieht, der sich Ende August in einem Podcast mit dem politischen Engagement von Gloria von Thurn und Taxis beschäftigte und sie als mächtige Strippenzieherin in rechten bis rechtsextremen Kreisen darstellt.

Der Podcast „Nicht mehr mein Land“ von Lea Hruschka und Alexander Gutsfeld, der am 28. August veröffentlicht wurde, zeichnet dabei das Bild einer Adligen mit viel Geld, Einfluss und guten Netzwerken zu rechten bis rechtsextremen in der ganzen Welt. Dieses Bild wird auch in dem Bekennerschreiben übernommen. So heißt es dort wörtlich: „In dem ARD-Podcast ‚nicht mehr mein Land‘ verteidigte sie außerdem den führenden Faschisten Björn Höcke. Höcke war für die Verwendung der verbotenen SA-Parole ‚Alles für Deutschland‘ verurteilt worden. Gloria von Thurn und Taxis sagte dazu in dem Podcast: ‚Was ist daran bitte schlimm? Ich sage: „Alles für Regensburg.“‘“

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