Nach massiven homophoben Anfeindungen gegen einen Lehrer in Berlin-Moabit hat sich nun Berlins Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano geäußert. Ein Lehrer an der Carl-Bolle-Grundschule hatte berichtet, über Monate hinweg von muslimischen Schülern beleidigt, bedroht und bedrängt worden zu sein.
Er sei „eine Familienschande“, er werde „in der Hölle landen“, er sei „eine Schande für den Islam“, riefen muslimische Schüler ihm zu. Er sei „kein Mann“, sondern „ekelhaft“. „Du Schwuler, geh weg von hier. Der Islam ist hier der Chef“, brüllt ein junger Moslem durch die Klasse. Der Lehrer ist inzwischen wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung dienstunfähig.
Berlins Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano, eigentlich insbesondere mit der Vertretung der Rechte von Menschen wie dem betroffenen Lehrer betraut, relativiert den Fall. „Da wir ja wissen, dass Queerfeindlichkeit in allen Schichten und Kulturen unserer Gesellschaft vorkommt, muss unser Fokus auf die Gesamtgesellschaft gerichtet werden“, sagte der SPD-Politiker. Die konkrete Rolle muslimischer Schüler thematisiert Pantisano nicht. Stattdessen spricht er allgemein von Queerfeindlichkeit „in allen Schichten und Kulturen“.
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