Die Deutsche Filmförderungsanstalt entscheidet ab kommendem Jahr über Steuermittel in Höhe von 310 Millionen Euro. Der Verwaltungsrat ist fest in Händen der politischen Linken und der SPD. Ein Netzwerk verhinderte kürzlich, dass von 36 Mitgliedern auch nur ein einziger AfDler im Gremium sitzen kann. Die Union spielt das Spiel der Linken mit.
Eigentlich hätte am 4. Juni der AfD-Bundestagsabgeordnete Ronald Gläser zusammen mit Melanie Bernstein (CDU) und Martin Rabanus (SPD) in den Verwaltungsrat der Filmförderanstalt (FFA) gewählt werden sollen – das zumindest war der gemeinsame Wahlvorschlag der Unions-, SPD- und AfD-Fraktion, unterschrieben neben Alice Weidel und Tino Chrupalla von Jens Spahn und Matthias Miersch.
Daraus wurde nichts. Union und SPD nahmen die Wahl kurzerhand von der Tagesordnung. Zuvor hatte ein linkes Anti-AfD-Netzwerk mit dem Namen „Netzwerk Film & Demokratie“ genau das gefordert. Unter dem Motto „AfD runter von der Tagesordnung. Drei Dinge, die Du jetzt bis 14.10 Uhr tun kannst, damit die AfD heute nicht in die FFA gewählt wird“, rief das Netzwerk dazu auf, unter anderem die Fraktionsvorsitzenden Spahn und Miersch persönlich anzurufen, um Gläsers Wahl zu verhindern.
Das „Netzwerk Film & Demokratie“ ruft dazu auf, die Wahl eines AfD-Kandidaten zu verhindern.
Laut Blickpunkt Film hatte das Netzwerk Sorge, dass die AfD Einfluss auf Förderentscheidungen nehmen könne, insbesondere bei internationalen Koproduktionen, gesellschaftlich relevanten Themen oder Produktionen mit Auslandsbezug.
Am 18. September wurde die Wahl schließlich regulär durchgeführt. Union, SPD und AfD hatten keinen gemeinsamen Wahlvorschlag mehr. Ronald Gläser wurde von den Koalitionspartnern Union und SPD nicht mehr vorgeschlagen, SPD und Union stellten nur noch zwei Kandidaten zur Wahl. Im Verwaltungsrat der Filmförderanstalt ist nunmehr einer der drei für Bundestagsabgeordnete vorgesehenen Posten unbesetzt. Insgesamt hat das Gremium 36 Sitze.
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