Der amerikanische Präsident rief in der vergangenen Woche den „Liberation Day“ für USA aus, nachdem er umfassende Zölle gegen Handelspartner weltweit angekündigt hatte. Importe aus der EU wurden demnach mit Aufschlägen von 20 Prozent belegt. Trump kündigte später aber 90-tägige Zollpause für Dutzende Länder an. EU stimmte zwar für Gegenzölle auf US-Produkte, erhielt aber nun für 90 Tage halbierten Zollsatz.
Für China hatte Trump vergangene Woche zunächst Zusatzzölle in Höhe von 35 Prozent angekündigt, worauf Peking überraschend mit Aufschlägen in gleicher Höhe reagierte. Daraufhin erließ Trump gegen China weitere Zölle in Höhe von 50 Prozent – zusätzlich zu den bereits gültigen 54-prozentigen Zöllen. China hatte zuvor die Drohung von US-Präsident Donald Trump, weitere Zölle in Höhe von 50 Prozent auf seine Waren zu erheben, als „Erpressung“ bezeichnet und beschwor „bis zu Ende kämpfen“. Am Mittwochnachmittag schlug China wieder zurück und erhöhte Zölle insgesamt auf US-Waren auf 84 Prozent. Die Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China ging dann noch weiter. US-Präsident Trump teilte auf seiner Plattform Truth Social am Mittwochabend mit, dass er die Zölle auf chinesische Zölle auf 125 Prozent erhöhen werde. Er schreibt von „mangelndem Respekt, den China den Weltmärkten entgegenbringt“.
Die Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen dreht sich zwischen USA und China nun schneller als erwartet. Seit Mittwoch stehen Chinesen vor einer neuen Stufe der Eskalation: Mehr als 100 Prozent Aufschlag. In Summe könnten nun chinesische Produkte in den USA mehr als doppelt so teuer werden. Die kommunistische Führung in Peking zeigt sich davon unbeeindruckt, und wolle „bis zu Ende kämpfen“. Trump hat sich offenbar verkalkuliert und nicht damit gerechnet, dass die Chinesen im Handelskrieg mit den USA nicht nachgeben würden. Gegenüber Europa und anderen Handelspartnern ist er deshalb vorerst eingeknickt.
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