Laut einer Umfrage der Gewerkschaft IG Metall werden derzeit allein in Bayern rund 32.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie abgebaut. Demnach würden 41 Prozent aller Branchenbetriebe aktuell Stellen streichen; in der Autoindustrie seien es sogar 54 Prozent. Das geht aus einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) hervor.
Insgesamt habe der Landesverband aus diesem Grund bereits im vergangenen Jahr einen Verlust von 10.000 Mitgliedern verzeichnet. Nach Angaben des Bezirksleiters der IG Metall Bayern, Horst Ott, sei dies nur zum Teil auf die allgemeine wirtschaftliche Stagnation zurückzuführen, sondern auch auf eine Geringschätzung der Arbeitnehmer durch Politik und Wirtschaft.
„Wir haben zur Zeit teilweise das Problem, dass wir es mit Arbeitgebern zu tun haben, die hier in Deutschland erfolgreich sind, schwarze Zahlen schreiben und trotzdem Arbeitsplätze verlagern. Wir wollen eine „local content“-Regelung. Also dass man in Deutschland oder Europa produzieren muss, wenn man hier etwas verkaufen will. Das müsste doch selbstverständlich sein“, sagte Ott dem BR.
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