Mit einem neuen Werbespot sorgte der Luxusauto-Konzern Jaguar für viel Spott im Internet. Androgyn aussehende, in allen Regenbogenfarben gekleidete, divers gecastete Menschen bewegen sich in dem kurzen Clip schwungvoll durch die futuristische Szenerie. Was dort genau beworben wird, bleibt unklar. Ein Auto ist nicht zu sehen.
Am Donnerstag sprachen Jan Karon und Julius Böhm über die Tendenz der Zeit, in Gleichförmigkeit und Beliebigkeit abzurutschen, statt ein Produkt klar zu bewerben.
„Es ist ein Zeugnis von dem, was wir geworden sind“, kommentiert Karon. „Bunt, konturen- und identitätslos“. Die Werbung stehe sinnbildlich für eine Gesellschaft, die lieber abgerundete Elektroautos fahre statt laute Verbrenner. „Es folgt einer Logik, die unsere Städte und Gegenstände, unsere Architektur scheiße und hässlich gemacht hat“, so Karon. Vieles sei zu einem moralischen Einheitsbrei geworden, der nur die eigene Tugendhaftigkeit beweisen wolle.
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