Er gehört zu den profiliertesten deutschen Historikern, Publizisten und Buchautoren, er hat in der israelischen Armee gedient und kennt den Nahost-Konflikt wie kaum ein anderer. Im Gespräch bei „Schuler! Fragen, was ist“ erklärt Prof. Michael Wolffsohn die Rolle des Iran im Nahen Osten, die unglaubliche Wirkmacht von Benjamin Netanyahu in den letzten Jahren und die fatale Wirkung des Völkerrechts auf die Lage im Iran.
„Das Völkerrecht ist eine große zivilisatorische Errungenschaft, das ist gar keine Frage“, stellt Wolffsohn fest und meint damit vor allem die Norm- und Rechtsetzung als Vorbild für ein ideales Zusammenleben der Nationen. Wenn aber der brutale Übergriff des iranischen Mullah-Regimes auf Frauen und Oppositionelle mit Verweis auf das Völkerrecht nicht verhindert werden könne, verkehre sich die Schutzfunktion des Rechts in ihr Gegenteil: „Das Unrecht an Völkern wird durch das Völkerrecht zementiert. Das bedeutet, wenn man dieses Unrecht abschaffen will, dass man für eine Reform, eine Modifizierung des Völkerrechts eintreten muss.“
Sehen Sie den Historiker hier im Gespräch mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler:
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











