Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen plant offenbar eine weitreichende Verlagerung von Teilen seiner Produktion vom Standort Saarbrücken ins ungarische Eger. Dies geht aus einem internen Video hervor, das Betriebsräte vor Kurzem der Belegschaft präsentierten. Darüber berichtete die Saarbrücker Zeitung. Demnach sollen wesentliche Produktionsbereiche, darunter mehrere Generationen von Automatikgetrieben sowie sogenannte „Reducer“ künftig in Ungarn gefertigt werden. Die Fertigung der elektrischen Antriebe war ursprünglich erst 2024 für Saarbrücken vereinbart worden.
Patrik Buchholz, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender in Saarbrücken, äußerte scharfe Kritik an den Plänen: „Wer glaubt, dass wir uns das gefallen lassen, hat sich getäuscht“, sagte er der Saarbrücker Zeitung. Die Maßnahmen bedeuteten einen „Angriff auf den Standort Saarbrücken“ und auf bestehende Vereinbarungen.
Laut Buchholz plant das Unternehmen zusätzlich den Abbau übertariflicher Leistungen sowie betriebsbedingte Kündigungen. Diese sollen bereits zum kommenden Jahreswechsel erfolgen, wie es intern heißt. Die IG Metall Saarbrücken wollte sich auf Anfrage gegenüber der Saarbrücker Zeitung dazu nicht äußern.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











