Kaum hat das Wintersemester begonnen, sorgt an der Ruhr-Universität Bochum erneut eine islamistische Gruppierung für Schlagzeilen. Mitglieder der Hochschulinitiative Muslimstudents NRW warben zum Semesterstart mit nach Geschlechtern getrennten Pavillons um neue Anhänger – eine Praxis, die nicht nur an mittelalterliche Rollenbilder erinnert, sondern auch das Selbstverständnis einer offenen Universität infrage stellt.
Die Gruppe steht der türkischen Furkan-Bewegung nahe, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft und seit 2016 beobachtet wird. Deren geistiger Führer, Alparslan Kuytul, träumt von einer „islamischen Zivilisation“ und lehnt demokratische Prinzipien ab. Nach Einschätzung des NRW-Innenministeriums gehe die Bewegung davon aus, dass die Demokratie „die Rechte Gottes vereinnahme“ – politische Teilhabe sei deshalb unerwünscht, sie zwinge zu Kompromissen, „die im Widerspruch zu Gottes Gesetzen stünden“.
Die Muslimstudents NRW geben sich dagegen harmlos. Offiziell heißt es, man wolle „über den Islam aufklären“ und „Dialog und Austausch“ fördern. Dementsprechend hat die Organisation ihre Versammlung unter dem Motto „Aufklärung über den Islam – Information, Dialog und Austausch“ offiziell angemeldet.
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