Mit großem Tam-Tam und tiefen Verbeugungen schloss Robert Habeck 2022 eine Energiepartnerschaft mit dem Emirat Katar. Ziel des Spitzen-Grünen war es, die ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland zu ersetzen. Der Wüstenstaat hat neben Australien und den USA die größten Kapazitäten zur Verflüssigung von Gas. Doch in Deutschland kommt davon bislang nichts an.
Nach Auskunft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gegenüber Apollo News bezieht Deutschland derzeit „kein LNG aus Quatar“. Aufgrund des „sehr liquiden“ Marktes bestehe jedoch „weltweit kein Engpass von LNG“. Zudem schließe die Bundesregierung grundsätzlich keine Lieferverträge ab, sondern „Unternehmen und Händler“. Dass mit Uniper eines der größten dieser Handelsunternehmen zu mehr als 99 Prozent dem Bund gehört, bleibt unerwähnt.
Die „Katarisch-Deutsche Energiepartnerschaft“ wurde 2022 laut Bundeswirtschaftsministerium „mit einem anfänglichen Schwerpunkt auf LNG-Export ins Leben gerufen“. Ziel sei der Austausch über „regulatorische Fragestellungen“ und die Entwicklung „strategischer Geschäftsmöglichkeiten“. Doch dieses Konzept scheint keine Früchte zu tragen.
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