Die deutsche Wirtschaft wächst wieder leicht – aber nur auf schwacher Grundlage. Das Kiel Institut erwartet zwar 0,8 Prozent Wachstum in diesem Jahr und 1,4 Prozent im kommenden Jahr, doch steigende Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Standortprobleme bremsen die Entwicklung. Zudem warnen die Ökonomen, dass der Aufschwung ohne staatliche Schuldenimpulse nicht selbsttragend wäre.
Damit könnte die fast vierjährige Schwächephase der deutschen Wirtschaft zwar allmählich in eine moderate Expansionsphase übergehen. Die Dynamik bleibt jedoch begrenzt. Vor allem die expansive Finanzpolitik des Staates sorgt derzeit für konjunkturelle Impulse.
Zugleich treiben höhere Energiepreise die Inflation wieder nach oben. Für das laufende Jahr rechnen die Forscher mit einer Teuerungsrate von 2,5 Prozent. Auch die sogenannte Kerninflation dürfte im gesamten Prognosezeitraum deutlich über der Marke von zwei Prozent bleiben.
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