„Kosteneffiziente Standorte“  – BASF kehrt Deutschland den Rücken

vor 4 Monaten

„Kosteneffiziente Standorte“  – BASF kehrt Deutschland den Rücken
Bildquelle: Apollo News

BASF plant Arbeitsplätze vom Berliner Standort ins Ausland zu verlagern. Finanz- und Personalservices sollen künftig in einem neuen globalen Hub in Indien gebündelt werden. Tätigkeiten mit Bezug zu Lieferketten sollen dagegen am Standort Kuala Lumpur in Malaysia zusammengeführt werden. Ausgenommen bleiben Aufgaben, „die in unmittelbarer Nähe zu den Standorten erbracht werden müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Angaben dazu, wie viele Stellen in Berlin abgebaut werden sollen, macht der Konzern nicht.

Am Hauptstadt-Standort sind derzeit insgesamt rund 2.800 Menschen beschäftigt. Die geplanten Kürzungen sorgten bei den Beschäftigten für Überraschung, denn die BASF hatte im Jahr 2005 eine Art Standortzusage gegeben. Damals sei der Gewerkschaft IGBCE zufolge, durch einen speziellen Tarifvertrag ermöglicht worden, „dass die BASF ihre konzerninternen Dienstleistungen wie Finanzen, Personal oder IT-Aufgaben in Berlin konzentrierte“, statt sie wie ursprünglich geplant in die Slowakei auszulagern.

Um den Berliner Standort zu schützen, hatten die Mitarbeiter damals sogar geringere Löhne akzeptiert. Umso verständlicher ist der Unmut der Beschäftigten, der sich zuletzt in Form von Protestkundgebungen äußerte. In der vergangenen Woche nahmen rund 300 BASF-Mitarbeiter an einer Protestaktion vor dem BASF-Servicezentrum Prenzlauer Berg teil.

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