Die amerikanische Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs mit einer historisch schlechten Bewertung versehen. Die renommierte Agentur stufte die Bonität des Landes auf die Note A+. Es ist die negativste Bewertung, die Paris von den internationalen Bonitäts-Prüfern je erhalten hat.
Grund dafür ist der Haushalts-Streit in Frankreich, der jüngst zur Abwahl des Premierministers geführt hatte. „Diese Instabilität schwächt die Fähigkeit des politischen Systems, eine substanzielle Haushaltskonsolidierung zu erreichen“, heißt es in der Bewertung von Fitch. Es gebe keinen klaren Plan für eine Stabilisierung der Schulden in den kommenden Jahren, bemängelte die Agentur.
Die Herabstufung ist an und für sich nicht dramatisch – Käufern von französischen Staatsanleihen wird immer noch „ein sehr geringes Ausfallrisiko“ bescheinigt – doch ist angesichts der schwelenden Krise ein unerwünschtes Menetekel für Frankreich. Es erhöht den Druck auf den neuen Ministerpräsidenten Sébastien Lecornu, der erst seit wenigen Tagen im Amt ist und versucht, ein Kabinett zu bilden und einen Haushalt für 2026 aufzustellen.
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