Bei Lanz: Die Lage ist ernst. Da kann man nix machen.

vor etwa 1 Jahr

Bei Lanz: Die Lage ist ernst. Da kann man nix machen.
Bildquelle: Tichys Einblick

Geologische Sensation: In der Gebirgskette des sinnlosen Geschwafels wurde ein neuer Gipfel entdeckt: der Piz Palaver. Egal ob es um das Thema Russland-Sanktionen geht, um die Flüchtlingswelle oder die vielen Wahlversprechen, die die CDU gebrochen hat, die Runde bei Lanz kommt über eine trostlose Zustandsbeschreibung nicht hinaus. Palaver, palaver – weitermachen. Und weil alle so schön lethargisch die Misere zelebrieren, kann sich CDU-Chef-Grübler Thorsten Frei ausnahmsweise entspannt zurücklehnen. Seine übliche päpstliche Attitüde ist an diesem Abend kaum vonnöten. Er muss wenig schönreden, weil sowieso allen klar ist: Ziemlich doof, die Situation zurzeit. Kann man aber nix machen.

Zum Beispiel die Sanktionen gegen Russland: Politologe Frank Sauer plädiert dafür, das 17. Sanktionspaket umgehend in Kraft zu setzen. Und „wenn wir Ultimaten stellen und Drohungen in die Welt setzen“, müsse man, „die Kugel im Lauf haben und den Finger am Abzug. Sodass, wenn die Uhr abgelaufen ist, wir nur noch den Abzug ziehen.“ Der Mann arbeitet übrigens an der Universität der Bundeswehr. Merkt man kaum.

„Nach 16 Sanktionspaketen muss man doch davon ausgehen, dass das die Russen nicht richtig beeindruckt“, wirft Lanz ein. Doch Thorsten Frei ist frohgemut: „Vielleicht waren das nicht die richtigen Maßnahmen. Möglicherweise hätte Russland den Krieg bisher gar nicht so führen können oder hätte ihn ganz anders geführt, erfolgreich geführt, wenn es diese Sanktionen nicht gegeben hätte.“ Bei all der Herumdeuterei hat Frei sich entweder verzählt oder ist seiner Zeit voraus. Jedenfalls spricht er sogar schon vom 18. Sanktionspaket: „An diesem 18. Paket wird ja gearbeitet.“

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