Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner zieht sich als Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September zurück, berichtet die Welt mit Verweis auf „mehrere Personen im Landesverband, die mit dem Fall vertraut sind“. Für Freitag um 15:00 Uhr kündigte der CDU-Politiker eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz an.
Mit seinem Schritt reagiert Wegner auf den massiven parteiinternen Druck der vergangenen Tage. Auslöser waren Enthüllungen über seine Aussagen zum Krisenmanagement während des Stromausfalls Anfang Januar. Mehrere Dutzend CDU-Mitglieder hatten ihn zuletzt in einem offenen Brief zum Verzicht auf das Amt und die Spitzenkandidatur aufgefordert. Auch der Berliner JU-Landesvorsitzende Harald Burkart hatte öffentlich einen Rückzug verlangt.
Beim Hissen der Regenbogenflagge vor dem Roten Rathaus am Freitagnachmittag sagte er auf Fragen zu seiner politischen Zukunft lediglich: „Warten Sie doch ab.“ Anschließend kündigte die CDU kurzfristig eine Pressekonferenz für 15 Uhr an.
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