Ryanair-Chef Michael O’Leary hat eindringlich davor gewarnt, dass Europa bei einer längeren Dauer des Konflikts im Nahen Osten mit Engpässen bei Flugzeugtreibstoff rechnen müsse. In einem Gespräch mit Sky News sagte er: „Die Treibstofflieferanten beobachten den Markt ständig.“ Zwar sehe man vor Anfang Mai keine akuten Probleme, „aber wenn der Krieg andauert, besteht die Gefahr von Lieferengpässen in Europa im Mai und Juni.“
Nach Angaben O’Learys ist Ryanair gegenwärtig zu rund 80 Prozent des Treibstoffbedarfs „ziemlich gut abgesichert“. Für die verbleibenden 20 Prozent müsse die Fluggesellschaft jedoch derzeit etwa 150 US-Dollar pro Barrel zahlen – fast doppelt so viel wie gewöhnlich. Trotz der gestiegenen Preise plane Ryanair keine Flugstreichungen, anders als einige Mitbewerber.
„Es besteht ein gewisses Risiko, dass etwa zehn bis 25 Prozent unserer Lieferungen im Mai und Juni gefährdet sein könnten“, erklärte O’Leary weiter. Deshalb hoffe man, „dass der Krieg eher früher als später endet“. Sollte der Konflikt bereits im April beigelegt werden und die Straße von Hormus bald wieder öffnen, bestehe „fast keine Gefahr mehr für die Versorgung“.
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