Marcel Fratzscher erklärt: Abschiebung von Syrern führe „in die Rezession“

vor 6 Monaten

Marcel Fratzscher erklärt: Abschiebung von Syrern führe „in die Rezession“
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Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, warnt vor einer „Abschieboffensive“ für syrische Staatsbürger. Sollten die CSU-Pläne für Rückführungen von Syrern durchgesetzt werden, könne Deutschland erneut in eine Rezession fallen, mahnt der DIW-Chef. Auch Klingbeil-Berater und Ökonom Jens Südekum warnt vor den ökonomischen Folgen der Pläne der bayerischen Partei.

„Insgesamt hängt das Beschäftigungswachstum in Deutschland komplett an Menschen mit Migrationshintergrund, während die heimische Erwerbsbevölkerung wegen der Demografie schon schrumpft“, gab er in einem Interview mit dem Handelsblatt an. Bei syrischen Männern, die 2015 nach Deutschland gekommen sind, liege die Erwerbsquote sogar höher als bei Deutschen, fügt er hinzu. „In so einer Lage macht es ökonomisch keinen Sinn, über Rückführungen im großen Stil nachzudenken.“

Sollte es zu Rückführungen im großen Stil kommen, sieht Fratzscher katastrophale Folgen für die Wirtschaft: „Eine Abschiebeoffensive könnte die deutsche Volkswirtschaft erneut in die Rezession treiben, da kurzfristig mehrere Hunderttausend Jobs verloren gehen würden.“ Vor allem in Berufen des Gesundheitswesens und in Pflegeberufen würden die syrischen Arbeitskräfte fehlen. Das wäre ein „schwerer Fehler mit enormen wirtschaftlichen Kosten für Deutschland“, meint der DIW-Chef.

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