Die Bürgergeldzahlungen steigen weiter rasant: Allein von Januar bis September 2024 überwiesen die Jobcenter rund 35,3 Milliarden Euro an Bürgergeld, wie eine exklusive Anfrage von NIUS bei der Bundesagentur für Arbeit zeigt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Summe bei 31,8 Milliarden Euro. Somit ist die Zahl innerhalb eines Jahres um elf Prozent gestiegen. Der Bundesagentur für Arbeit liegen die genauen Transferleistungen immer erst einige Monate verspätet vor. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2024 stehen also noch aus.
Von den 35,3 Milliarden Euro gingen 18,6 Milliarden Euro an deutsche Staatsbürger und 16,7 Milliarden Euro an Ausländer. Das entspricht einem Verhältnis von 52,7 Prozent zu 47,3 Prozent. Von Januar bis September 2023 lag das Verhältnis bei 53,5 Prozent (deutsche Staatsbürger) zu 46,5 Prozent (ausländische Staatsbürger), es hat sich also weiter angenähert. Weiterhin gilt: Fast jeder zweite Euro im Bürgergeld geht an Personen, die keine Bürger des Landes sind.
Die Ampel-Koalition hatte die Regelsätze für das Bürgergeld zum 1. Januar 2024 angehoben. Statt 502 Euro erhielten Alleinstehende 563 Euro. Paaren überwiesen die Jobcenter statt 451 Euro jeweils 506 Euro. Zum 1. Januar 2025 gab es keine Erhöhung der Beitragssätze. In den von den Jobcentern ausgezahlten 35,3 Milliarden Euro sind die normalen Beitragssätze enthalten sowie die Kosten für Unterkunft und Heizung.
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