Am 6. März fand in den Räumlichkeiten der Bundespressekonferenz in Berlin der internationale Fachkongress „Kinder und Kommerz“ statt. Die Tagung rückte die in Deutschland illegale Praxis der Leihmutterschaft in den Fokus.
Fachleute aus Recht, Medizin, Politik und Ethik widmeten sich verschiedenen Aspekten und Problemfeldern der Thematik und forderten einhellig ein konsequentes Vorgehen gegen diese Praxis sowie die globale Ächtung jeder Form von Leihmutterschaft.
Die Notwendigkeit eines internationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Leihmutterschaft machte unter anderem Reem Alsalem deutlich, die als hochrangige Expertin zugeschaltet war. Die UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen betonte den ausbeuterischen Charakter von Leihmutterschaft. Es handle sich um die Ausübung körperlicher, psychischer und ökonomischer Gewalt gegenüber Frauen, die auffallende Parallelen zur Prostitution aufweise. Die Praxis entmenschliche Frauen und Mädchen. Kinder würden neben medizinischen und rechtlichen Risiken der Gefahr ausgesetzt, Opfer von Missbrauch, Menschen- und Organhandel zu werden.
Alsalem äußerte Unverständnis angesichts der Tatsache, dass es bezüglich anderer Menschenrechtsverletzungen wie Sklaverei oder Menschenhandel internationale Vereinbarungen gäbe, während Leihmutterschaft oftmals trotz beziehungsweise aufgrund einer wenig aussagekräftigen Datenlage und ohne sachkundige Bewertung gefördert werde. Sie forderte dazu auf, die Praxis der Leihmutterschaft global abzuschaffen.
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