Zerstörung eines Kernkraftwerks: Niedersachsens Umweltminister feiert Niedergang

vor etwa 2 Monaten

Zerstörung eines Kernkraftwerks: Niedersachsens Umweltminister feiert Niedergang
Bildquelle: Tichys Einblick

Da steht er, der grüne Abbruchminister Christian Meyer, und freut sich, dass es eine Art hat. Niedersachsens Umwelt- und Energieminister lässt sich vor den Kühltürmen des ehemaligen Kernkraftwerkes Grohnde ablichten und verkündet bei einem eigenen Pressetermin die finale Rückbaugenehmigung: Eine Absage an Energiesicherheit wird in Deutschland als Fortschritt bejubelt.

Feierte man in früheren Zeiten den Bau eines Kraftwerks und die Sicherung günstiger Stromproduktion, so gilt heute deren Abbruch als verdienstvoll. „Rückbau“ heißt das in der Sprache der Behörden. Das hört sich besser an als ein brutaler Abriss und klingt nach Ordnung, Verfahren, Aktenlage. Tatsächlich geht es um den industriell organisierten Abriss einer Anlage, die jahrzehntelang zuverlässig Strom geliefert hat. Natürlich fügt Meyer hinzu, alles geschehe „planmäßig“. Doch planmäßig heißt noch lange nicht „klug“.

Das niedersächsische Umweltministerium hat jetzt die zweite und letzte Rückbaugenehmigung für das Atomkraftwerk Grohnde erteilt. Nun dürfen auch zentrale Teile der Anlage zerlegt werden: Reaktordruckbehälter, biologischer Schild, weitere Gebäudestrukturen.

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